R3a gestaltet Sichtschutzwände

Sichtschutzwände der Notunterkunft in Nussbaumen werden umgestaltet.

 

Die zweitletzte Schulwoche der R3a startete am Montag mit dem ersten grossen Highlight: Die weissen Sichtschutzwände bei der Notunterkunft in Nussbaumen sollen umgestaltet werden. In Zusammenarbeit mit der Notunterkunft, dem Jugendnetz und der Klasse von Dave Schmid konnte das Projekt ins Rollen gebracht werden. Man fand mit Raphael Fahrni einen Experten in Sachen sprayen. Raphael hat nebst seinem Talent fürs Sprayen viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Jugendlichen und Migranten.

 

Früh morgens traf sich die Klasse voller Vorfreude mit dem Team von Raphael Fahrni bei der Notunterkunft. Nach einem kurzen Kennenlernen wurde die Kunst des Sprayens den Schülerinnen und Schüler nähergebracht. Raphael konnte einige einfache Skills und Tricks zeigen, wie ein cooles Bild entsteht. Anschliessend ging es an den Entwurf. Die Jugendlichen überlegten sich, was sie gerne sprayen möchten. Die Klasse war voller Tatendrang, sodass man bereits kurze Zeit später mit dem Sprayen loslegte. «Raphael konnte den Schülerinnen und Schüler in kurzer Zeit viele Möglichkeiten zum Sprayen zeigen. Die Jugendlichen sind motiviert und wollten so schnell wie möglich loslegen», so Klassenlehrer Dave Schmid. Es entstanden nach und nach schöne Bilder und ansprechende Schriftzüge. Das gute Wetter, die Musik und die Euphorie von allen verliehen dem Projekt eine tolle Stimmung. Nach und nach schlossen sich einige Migranten dem Projekt an. Auch bei ihnen war die Freude gross. Mit der Zeit schlossen sich die Jugendlichen zum Teil mit ihnen zusammen und kreierten gemeinsame Bilder. «Zuerst waren wir gegenüber den Migranten etwas verhalten. Wir kamen langsam ins Gespräch und sprayten dann gemeinsam Schriftzüge in den Sprachen ihres Heimatlandes», meinte eine Schülerin. Die grossen Flächen der Sichtschutzwände wurden immer voller. Einige Schülerinnen und Schüler hatten bereits keinen Platz mehr, ihre Ideen, die sich noch ergaben, umzusetzen. So stellte Raphael Fahrni sein Auto in die Mitte der herumsitzenden Jugendlichen, und sie durften sich mit Spraydosen an seinem Auto austoben. Ein Jugendlicher meinte: «Ich hoffe, Raphael fährt noch lange mit unseren Sprayereien umher.»

Nach einem ereignisreichen, motivierten Tag mit guter Stimmung entstanden schöne Bilder und ansprechende Schriftzüge. Die Zusammenarbeit mit den Migranten und dem Team rund um Raphael Fahrni war für die R3a ausgezeichnet. «Es war eine grossartige und einmalige Erfahrung für die Klasse aber auch für mich als Lehrperson. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle Beteiligten, die das Projekt ins Leben gerufen und ermöglicht haben», so Dave Schmid. Das Ziel, die langweiligen weissen Wände mit viel Farbe umzugestalten, wurde erreicht.