Isolation

Wie ist das eigentlich, wenn es uns dann wirklich trifft mit der Coronaerkrankung? Zuerst sind wir beide, der Schüler und ich als Lehrerin, erschrocken. Wie reagieren wir? Bald kann das Kind nur noch aus dem Fenster seine Kameraden sehen. Sein Schulmaterial stecken wir für ihn in die Postbox oder legen es vor seine Türe. Ein Mädchen sendet mir ein eindrucksvolles Bild, das es während seiner Isolation gemalt hat. Ich bin betroffen. Wir telefonieren zusammen. Ein Schüler aus unserer Klasse hat während seiner Isolationszeit Tagebuch geführt. Mit Erlaubnis seiner Eltern dürfen Sie seine Tagebucheinträge lesen. Ein anderer Schüler muss nach seiner Coronaerkrankung noch ins Spital. Wir basteln für ihn ein Geschenk, das er dann stolz in die Schule mitbringt.

Sie sehen, Corona geht an uns nicht spurlos vorbei. Die Kameraden und Kameradinnen nehmen Anteil und auch wir Lehrpersonen erleben die emotionale Berg- und Talfahrt mit den Kindern mit. Es ist anstrengend, und es schweisst uns zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammen.  Sehen wir es positiv, wir werden durch diese Erlebnisse für unser weiteres Leben gestärkt.

Christine Hofstetter

KLP, P3a

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