Atelierwoche 2025 - Zäme on Tour
Besonders fantasievoll startete die Reise bei den Jüngsten. Im Kindergarten und in der Primarstufe wurde gebastelt, getanzt, gekocht, gespielt – und vor allem imaginär gereist. Die Kinder gestalteten ihre eigenen Reisepässe und Tickets, durchliefen an eigens gebauten Check-in-Schaltern imaginäre Flughäfen und begaben sich dann auf eine kreative Weltreise. Ob nach Südafrika, Japan, Deutschland oder in die Antarktis – in jedem «Land» gab es etwas zu entdecken: vom Robbenbasteln über japanische Schriftzeichen bis zu bunten Tänzen und landestypischen Gerichten. Die Begeisterung war spürbar, besonders bei den Reporter:innen aus der Mittelstufe, die ihre Erlebnisse auf einer Website dokumentierten. Dabei hielten sie unter anderem Aussagen einiger Schüler:innen fest: «Am coolsten fand ich, dass wir ein ganzes Haus aus Karton gebaut haben», und: «Wir durften Wasserpistolen mitnehmen. Das war wie Ferien!»
Zur Website: https://atelierwoche2025.jimdofree.com
An der Oberstufe war die Vielfalt der Ateliers beeindruckend – sie wurde getragen von grossem Engagement und nicht selten auch von echtem Durchhaltewillen. Wer sich für das Atelier «Alpencross» entschieden hatte, fuhr mit dem Velo über den Gotthardpass bis nach Bellinzona. Zeltübernachtungen, frühes Aufstehen und heisse Tage verlangten den Schüler:innen einiges ab, schenkten ihnen aber auch unvergessliche Momente. Andere schwangen sich ebenfalls aufs Rad und erkundeten in der «Argovia Bike Tour» den Kanton Aargau: Mal ging’s zum Flughafen Zürich, mal an den Katzensee zum Baden – jeweils mit Helm, Leuchtweste und voll gefüllten Trinkflaschen im Gepäck. Wieder andere suchten ihr Abenteuer in der Technik: Im Atelier «Elektronik» wurde gelötet, geschraubt und getüftelt. LEDs leuchteten, selbstgebaute Tetris-Spiele blinkten auf und so manche:r entdeckte dabei überraschend ein Faible für Technik.
Im OSOS wuchs Tag für Tag eine riesige Kugelbahn, von Oberstüfler:innen mit Säge und Schrauben für die Primarstufe gebaut. In der Schulküche roch es derweil nach frischem Pesto, Apfelringen und Marmelade – «Back on Tour» war das Atelier, in dem nach Omas Rezepten gebacken und eingemacht wurde. Ganz praktisch ging es auch im Atelier «Mobilität» zu: Mit Exkursionen ins Verkehrshaus Luzern und den Erlebniszug in Winterthur wurde Verkehrswissen lebendig vermittelt. Und während im Atelier «Stein auf Stein» mit LEGO gebaut wurde – unter anderem ein Nachbau der Titanic –, entstanden im Atelier «Stop Motion» kleine Trickfilme mit Figuren, Kulissen und Green Screen. Wer es ruhiger mochte, war im Malatelier «On Tour im Flur» genau richtig: Mit Acrylfarben entstanden grossformatige Leinwandbilder, und oft herrschte dort eine fast meditative Stille – nur unterbrochen von Musik aus dem Nebenraum.
Sportlich ging es beim Atelier «Fitness & Padel» zu und her, das nicht nur Krafttraining, sondern auch bewusste Ernährung und einen Ausflug auf den Padelplatz in Dättwil beinhaltete. Eher zurückgezogen, aber nicht weniger intensiv verlief die Woche im Atelier «One Week – One Book», in dem sich die Schüler:innen ein englisches Buch vornahmen – oft im Schatten draussen, manchmal auch am Flussufer. Eine hauseigene Redaktion wurde gegründet im Atelier «Medienwoche»: Hier entstand zum einen eine Schülerzeitung mit Reportagen, Umfragen, Wettbewerben und weiteren kleinen Zusätzen, zum andern wurde der SRF Newsroom in Zürich besucht, wie es sich für Reporter:innen gehört, natürlich mit vielen Fragen im Gepäck.
Gesundheit stand ebenfalls im Fokus: Im Atelier «Gesund leben» ging es um Ernährung, Bewegung, Erste Hilfe – und auch um Selbstverteidigung. Und wer lieber mit den Händen arbeitete, fand im Atelier «Häkeln on Tour» sein Glück: Ob Haargummis oder Tierfiguren – mit Nadel und Wolle entstanden kleine Meisterwerke. Die wohl grösste Verantwortung trugen Schüler:innen im Atelier «Unterstützung», wo sie als Assistenzpersonen im Kindergarten oder der Kita mitarbeiteten: Spiele leiten, basteln, trösten, Geduld zeigen. Und schliesslich gab es noch das Atelier «Fischen», das zunächst mit viel Theorie begann, dann aber mit einem Angelausflug an die Limmat belohnt wurde.
All diese Projekte gipfelten am Freitagabend an einer grossen Ausstellung: In den Schulhäusern OSOS und Goldiland wurde präsentiert, ausgestellt, aufgeführt, verkauft und erzählt. Es war eine Werkschau, wie sie lebendiger nicht hätte sein können – mit stolzen Gesichtern, emsigem Tun, fröhlichem Gewusel und dem Gefühl: Diese Woche war etwas Besonderes!
Melanie Studerus
Lehrperson Oberstufe














